Elterngeld, Kindergrundsicherung – Familienpolitik darf nicht das Sparschwein der Nation sein.
Leipzig. Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen – eaf Sachsen e.V. – kritisiert die im Bundeshaushalt 2024 vorgesehene Senkung der Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld scharf.
Prof. Nina Weimann-Sandig, stellvertretende Vorsitzende der eaf Sachsen, dazu: „Auf dem Rücken der Familien wird eine Stellvertreterdebatte geführt, die bei Familien so ankommt: Politische Entscheidungsträger*innen interessieren sich mehr für Standortansiedlungen von Großkonzernen als die Unterstützung und Stärkung von Familien.“
Den gesamten der Text der Pressemitteilung finde Sie: hier.
5.07.2023 | Bundesregierung schickt Familien mit Frust in die Ferien
Berlin, 04. Juli 2023 – Die Familienorganisationen sind entsetzt über die Pläne der Koalition, die Familien stärker zu belasten, indem sie Einschränkungen beim Elterngeld und weiteren familienunterstützenden Leistungen umsetzen will.
„Dies ist ein ganz schlechtes Signal an die Familien und gerade auch an die Paare, die planen, eine Familie zu gründen“, so Dr. Klaus Zeh, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen und erläutert: “eigentlich bräuchte es beim Elterngeld weitere Verbesserungen statt Verschlechterungen, denn das Elterngeld ist seit seiner Einführung nicht erhöht worden – weder für die unteren noch für die mittleren Einkommensgruppen.“
Die Verbände betonen, dass es sich beim Elterngeld um eine etablierte Leistung handelt, die viele Familien erreicht, die Umsetzung des Kinderwunsches unterstützt und Eltern mit kleinen Kindern deutlich entlastet. Eine Absenkung der Einkommensobergrenze von 500.000 Euro auf 300.000 je Paar erfolgte bereits 2021. Dies sei hart aber verschmerzbar gewesen, weil davon stark überdurchschnittlich verdienende Paare betroffen worden seien. Eine Absenkung auf 150.000 Euro, die derzeit im Gespräch ist, träfe jedoch Eltern, für die das Elterngeld eine große Bedeutung hat.
Natürlich war die eaf Sachsen auch – gemeinsam mit der eaf Bund – auf dem Kirchentag präsent. Hier sehen sie ein paar Eindrücke. Geschäftsführerin Eva Brackelmann und unsere eaf-Jugendredaktion haben sich unters Kirchentagsvolk gemischt, sind ins Gespräch gekommen und haben fleißig gefilmt. Um die prominente Klientel hat sich unsere Bundesgeschäftsführerin Svenja Kraus gekümmert. Erkennen Sie, wer alles dem eaf-Stand einen Besuch abgestattet hat? Übrigens hat uns niemand ohne eine eaf-Familienfragen-Tasse verlassen.
Im Rahmen der ökumenischen „Woche für das Leben 2023“ fand am 27. April 2023 ein Gesprächsabend im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt. Das Thema des Abends: „Generation (Z)ukunft: Jugend in der Krise?“.
Prof. Dr. N. Weimann-Sandig, E. Liskowsky, Ch. Moritz, Prof. Dr. R. Pfäffle, A. Zirps, G. Teichert
70 Gäste unterschiedlichen Alters kamen auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, des katholische Bistums Dresden-Meißen, des Deutschen Hygiene-Museums und der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen e.V. zu einem Austausch zusammen. Mit Ergebnissen der KonFa – Studie „Entwicklung familiärer Konflikte in Zeiten von Corona – Fokus Sachsen“ stellte Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig, Professorin für Soziologie und Empirische Sozialforschung, Evangelische Hochschule Dresden (ehs) in einem Input vor. In der anschließenden Gesprächsrunde konnten Charlotte Moritz und Emanuel Liskowsky, Schüler-Mit-Verwaltung des Dresdner St. Benno-Gymnasiums, ihre Erfahrungen einbringen. Prof. Dr. Roland Pfäffle, tätig an Klinik und Poliklinik Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig, hob in seinem Beitrag die Verantwortung der Erwachsenen während und nach der Pandemie hervor. Den praktischen Blick aus der Beratung brachte Anna Zirps, Geschäftsführerin der StattRand gGmbH, aus Weißwasser ein: Die Unterstützungsangebote, insbesondere für Familien in sozial und finanziell prekären Situationen, seien durch die Pandemie an die Grenzen gestoßen. Die Auswirkungen seien natürlich auch aktuell noch zu spüren. In anschließenden kleineren Gesprächsrunden bestand die Gelegenheit, sich mit den jeweiligen Expert*innen auszutauschen. Eine ausführlichere Doku finden Sie: hier.
Kann Kirche Familie? Mit dieser Frage beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe von „Familienfragen – das crossmediale Familienmagazin für Sachsen“. Das Geheimnis ist gelüftet: Der „special guest“ ist Tobias Bilz, Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Mit ihm sind Doro von der Jugendredaktion und Dr. Olaf Schmidt im Studio dazu im Gespräch. Unsere Jugendredaktion fragt bei Passant*innen nach: Kennen Sie diesen Mann? Und: Was wünschen Sie sich von der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und vom Landesbischof. Professorin Nina Weimann-Sandig erläutert die Entwicklung der Familienformen und wie Kirche darauf eingehen kann.
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