13.01.2021 | eaf Bund: Pressemitteilung zu Kinderkrankentagen bei Betreuungsengpässen

Pressemitteilung

Kinderkrankentage bei Betreuungsengpässen: eaf fordert rasche Umsetzung und unkompliziertes Antragsverfahren

Zusätzliche Kinderkrankentage für die Kinderbetreuung zu Hause während des Lockdowns: Dafür hat die Bundesregierung gestern eine gesetzliche Regelung auf den Weg gebracht. Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) begrüßt die neu geschaffene Möglichkeit für alle Eltern, die Betreuungsengpässe überbrücken müssen.

„Nun kommt es aber darauf an, den Eltern so schnell wie möglich ein unkompliziertes Antragsverfahren zur Verfügung zu stellen und breit darüber zu informieren“, betont Bernd Heimberg, Vizepräsident der eaf. „Wo bekommen Eltern das entsprechende Antragsformular her, was muss dort eingetragen werden und wo müssen sie es hinsenden? Welche Bescheinigungen werden benötigt? All diese Informationen sollten über eingespielte Kommunikationswege aktiv an alle Eltern verteilt werden, zum Beispiel über die Schulen und Kitas oder Kinderarztpraxen und Bürgerämter. Nur so wird die neue Leistung dort ankommen, wo sie dringend benötigt wird: bei den Familien. Denn die sind oftmals bereits deutlich an ihrer Belastungsgrenze, weil die Eltern Kinderbetreuung und Job unter einen Hut bringen müssen, während Kitas und Schulen geschlossen sind. Deshalb ist es auch gut, dass der Anspruch auch rückwirkend ab dem 5. Januar geltend gemacht werden kann.“

Das Kinderkrankengeld kann auch von Eltern in Anspruch genommen werden, die derzeit im Homeoffice tätig sind. Diese Klarstellung ist aus Sicht der eaf besonders wichtig. Denn die Regelungen im Infektionsschutzgesetz hatten es Eltern im Homeoffice in den meisten Fällen unmöglich gemacht, Entschädigungszahlungen in Anspruch zu nehmen, obwohl Berufstätigkeit im Homeoffice eine gleichzeitige Betreuung kleinerer Kinder in der Regel ausschließt. Zudem hatte das komplizierte Antragsverfahren über die Arbeitgeber dazu geführt, dass nur sehr wenige Anträge überhaupt gestellt und noch weniger bewilligt worden sind.

Ein PDF der Pressemitteilung finden Sie hier.

16.12.2020 | PM der eaf Bund: Unsicherheit für Familien auch im zweiten Lockdown

Pressemitteilung

eaf fordert Nachbesserungen

Um den Anstieg der Infektionszahlen während der Corona-Pandemie zu senken, haben Bund und Länder eine erneute Schließung von Schulen und Kindertagesstätten bis mindestens 10. Januar 2021 beschlossen. Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) begrüßt, dass die Bedürfnisse von Familien mit Kindern in den Beratungen stärker berücksichtigt worden sind als noch im Frühjahr und dass die Öffnung der Einrichtungen im Falle der Lockerungen Priorität erhalten soll. Dennoch steht den Familien erneut eine harte Zeit bevor, in der viele Eltern Berufstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen müssen.

Dies gilt gerade auch angesichts der aktuell unklaren Regelungen für die Inanspruchnahme von Notbetreuung in einigen Bundesländern. „Der eindringliche Appell, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen, delegiert eine schwierige Abwägung allein an die Eltern, welche sich dann sowohl gegenüber ihren Arbeitgeber/innen als auch gegenüber der Betreuungseinrichtung erklären und rechtfertigen müssen. Das erhöht den Druck auf Mütter und Väter, die im Lockdown bereits besonders hart gefordert sind.“, so Dr. Martin Bujard, Präsident der eaf.

Die ganze Pressemitteilung finden Sie hier.

09.12.2020 | Die sächsischen Familienverbände appellieren: Familien im Lockdown in den Mittelpunkt stellen!

LAGFPressemitteilung

Die sächsischen Familienverbände haben in einer gemeinsamen digitalen Sitzung mit Blick auf alle Familien in Sachsen zusammengetragen, was zwingend beachtet werden muss bei den Planungen und Maßnahmen für einen schärferen Lockdown in Sachsen zur Eindämmung der Pandemie.

Der eaf-Vorsitzende Friedhelm Fürst sagt dazu: „Neben den anstehenden Maßnahmen, die mutmaßlich auch Familien wieder stark einschränken werden, müssen wir den Blick auch auf die nächsten Jahre im Freistaat Sachsen richten. Perspektivisch darf es zu keinen Kürzungen in den Familienunterstützenden Bereichen kommen. Familien sind auch über 2020/2021 hinaus unsere Zukunft, egal in welcher Konstellation sie leben.“

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

30.11.2020 | Pressemitteilung der eaf Bund

FamilienbildungPressemitteilung

Der diesjährige Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“ betont die Rolle der Familienbildung als wichtige Ressource der Demokratiebildung sowie die besondere Bedeutung der Eltern. Die eaf begrüßt, dass die Möglichkeiten von Familienbildung im Bericht in den Fokus gerückt werden. Wichtig ist aber, die Angebote und Strukturen auf der Grundlage eines formulierten Rechtsanspruches der Familienförderung im SGB VIII §16 nachhaltig regelzufinanzieren.

Hier finden Sie der Pressemitteilung zum Thema.

Die eaf Sachsen unterstützt Anbieter der Familienbildung bei der Beantragung und Abrechnung von Fördergeldern. Zudem veröffentlichen wir das Jahresprogramm Familienbildung, in der unterschiedliche Angebote aufgelistet werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

26.11.2020 | Pressemitteilung der eaf Bund

Pressemitteilung

Leichte Flexibilisierung des Elterngelds reicht nicht: eaf fordert weitere zeitpolitische Angebote für Eltern

Am Freitag, 27. November 2020, berät der Bundestag über Änderungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes. Mit flexibleren Angeboten zur Nutzung des Elterngeldes will man den Wünschen und Bedarfen der Eltern entgegenkommen. Dazu soll der Stundenkorridor für mögliche Teilzeittätigkeit beim Partnerschaftsbonus auf 24 bis 32 Wochen­stunden ausgeweitet werden (bislang 25 bis 30 Stunden). „Vom Ansatz her richtig, aber ohne eine Absenkung der Untergrenze auf 20 Wochenstunden ist nicht zu erwarten, dass die Inanspruchnahme nennenswert steigt“, kommentiert Martin Bujard, Präsident der eaf. Als Familienforscher weiß er, dass rund die Hälfte der Mütter von Zweijährigen eine Arbeitszeit von 16 bis 25 Wochenstunden für sich als ideal ansehen. „Will man die Auszeiten von Müttern geringhalten, muss man ihnen die Möglichkeit geben, ihre Berufstätigkeit nach ihren Wünschen zu gestalten. Sonst wird man diese Gruppe nicht erreichen“, so Bujard.

Entscheidend wird jedoch sein, die Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung grundsätzlich zu erhöhen. Familien in der besonders stressbelasteten „Rushhour des Lebens“ benötigen aus Sicht der eaf ein umfassendes zeitpolitisches Angebot für den Zeitraum zwischen elterngeld­finanzierter Elternzeit und der Einschulung des jüngsten Kindes. „Hier wäre die Einführung einer dynamischen Familienarbeitszeit denkbar, mit der Angebote qualifizierter vollzeitnaher Teilzeit­arbeit für Väter und Mütter geschaffen werden“, führt Bujard aus. „Dynamisch, damit die Arbeitszeit mit zunehmendem Alter der Kinder wieder sukzessive ansteigen kann. Hierzu bedarf es einer umfassenden Gesetzesreform über das BEEG hinaus.“

Leider wird auch der Mindestsatz des Elterngeldes nicht erhöht. Rund ein Drittel aller Mütter erhält nur 300 Euro monatlich Elterngeld. Der Mindestsatz wurde seit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 nicht erhöht, nicht einmal an den Verbraucherpreisindex angepasst.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

28.10.2020 | Pressemitteilung der eaf Bund: Ausweitung der Kinderkrankentage auch für 2021

CoronaPressemitteilung

Die eaf begrüßt, dass Kinderkrankentage und der Unterstützungsbedarf von Familien mit Kindern im Plenum des Deutschen Bundestages Thema waren. Mit einem Gesetzentwurf und zwei Anträgen sucht die Opposition nach Lösungen für Familien, die mit den derzeitigen Ansprüchen auf Kinderkrankengeld und Entschädigungen voraussichtlich nicht gut durch die Pandemie kommen werden. In den kommenden Herbst- und Wintermonaten ist mit einer weiterhin deutlich erhöhten Belastung der Eltern zu rechnen, die kranke Kinder betreuen oder Schul- und Kitaschließungen auffangen müssen.

Die ganze Pressemitteilung finden Sie hier.

07.09.2020 | Pressemitteilung zur Vorstandswahl

Pressemitteilung

Evangelischer Familienverband Sachsen mit neuem Vorstand

Friedhelm Fürst: „Familien brauchen in diesen Zeiten jede Unterstützung!“
Bei der regulären diesjährigen Mitgliederversammlung hat die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen – eaf Sachsen e.V. am neuen Standort in Leipzig den Vorstand neu gewählt.

Der Sozialexperte Friedhelm Fürst, Vorstandsmitglied des Diakonisches Werkes der Ev.- Luth. Landeskirche Sachsens i. R., wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Neu im Team als Stellvertreterin ist Professorin Nina Weimann-Sandig, Evangelische Hochschule Dresden (ehs), die eine Professur für Empirische Sozialforschung und Soziologie innehat. Als BeisitzerInnen wurden gewählt: Oberkirchenrat Frank del Chin, Ev.- Luth. Landeskirche Sachsens, Kathrin Pflicke, Leiterin der Frauenarbeit der Ev.- Luth. Landeskirche Sachsens und Carolin Hummel, Leiterin der Familienberatungsstelle des Diakoniewerkes Westsachsen gGmbH in Glauchau.

Die Pressemitteilung zur Vorstandswahl finden Sie hier.

15.05.2020 | Pressemitteilung zum Internationalen Tag der Familie

Pressemitteilung

Friedhelm Fürst: „Strategie für Unterstützung aller Familien dringend erforderlich, denn Familien stehen jeden Tag im Mittelpunkt.“

Anlässlich des 15. Mai, dem Internationalen Tag für Familien, fordert Friedhelm Fürst, Vorsitzender der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen – eaf Sachsen e.V., ein stringentes Unterstützungskonzept für die Vielfalt von Familien, die in Sachsen und Deutschland leben.

Lesen Sie die Pressemitteilung hier.

23.04.2020 | Corona-Elterngeld: Familien benötigen in dieser besonderen Situation besondere Unterstützung

Pressemitteilung

„Die Herausforderungen für Familien in Sachsen sind jetzt während der Corona-Krise enorm, und sie lassen sich mit keiner Situation vergleichen: Noch ist nicht klar, wann und wie eine Kinderbetreuung bis zum Sommer wieder starten kann, nur bestimmte Jahrgänge sollen ab 4. Mai 2020 die Schule wieder besuchen können. In allen Familienkonstellationen spielen die Sorgen um den Arbeitsplatz beider Eltern oder der Alleinerziehenden fast täglich eine Rolle,“ skizziert Friedhelm Fürst, Vorsitzender der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen – eaf Sachsen e.V., die Lage von Familien mit Kindern in Sachsen. „Da haben wir noch nicht in den Blick genommen, dass Homeoffice nicht in allen Branchen funktionieren kann oder die sechs Wochen Lohnfortzahlung für Eltern mit Kindern unter 12 Jahren Mitte Mai auch bald vorbei sind. Was soll danach kommen?“, fragt Fürst.

Die gesamte Pressemitteilung der eaf Sachsen finden Sie hier.